Neurodivergenz - ein Gehirn mit einer anderen Funktionssteuerung
- jasminmsh
- 28. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Jan.
Das menschliche Gehirn, kann durch angeborene Neurodivergenz (ADHS, Autismus, LRS, Dyskalkulie, Epilepsie, Hochbegabung) oder erworbene Neurodivergenz (z.B. durch traumatische Erlebnisse, Depressionen, Parentifizierung in der Kindheit,
Unfälle, neurologische Erkrankungen) anders strukturiert sein. Dies beeinflusst die Wahrnehmung, das Denken, die Intensität von Gefühlen, die Art zu Lernen, Impulse zu steuern und zu reagieren.
Neurodivergente Menschen stoßen im Schulsystem häufig an Grenzen, weil herkömmliche Lernstrukturen, die Lernumgebung, Abläufe und Lehrmethoden nicht auf ihre Art zu Denken abgestimmt sind.

Meine lerntherapeutische Förderung setzt genau dort an, wo Kinder, Schule und Familie überlastet sind: Sie verbindet psychologische, pädagogische und neurobiologische Ansätze, um Motivation, Konzentration und Selbstvertrauen zu stärken. Ziel ist nicht nur das Aufholen schulischer Defizite, sondern die nachhaltige Entwicklung von Selbstmitgefühl, Lernstrategien und emotionaler Stabilität.
In der Lerntherapie Hennig steht das Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten und Potenzialen im Mittelpunkt. Jede Einheit wird individuell geplant, um auf die persönlichen Lernwege, Interessen und Belastungsgrenzen einzugehen. Ein zentraler Bestandteil ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern, die lernen, den Alltag und das Lernen positiver und stressärmer für alle zu gestalten.
Kinder mit lerntherapeutischem Bedarf erkennt man vor allem an Verhaltensweisen und Wahrnehmungen, die sich vor allem durch ihre Intensität und scheinbare Dualität auszeichnen. Je nach Aufgabe, Kontext, Bindung zu den Bezugspersonen und auch persönlichem Interesse, können sie augenscheinlich gegensätzliche Verhaltensweisen zeigen, was bei sich selbst, der Familie, in Freundschaften und im schulischen Kontext häufig für Hilflosigkeit und Unverständnis sorgt.
Das Spannungsfeld führt häufig zu Missverständnissen, Ablehnung und Kritik, weil Bezugspersonen fälschlicherweise davon ausgehen, dass die Kinder und Jugendlichen das ,,erwünschte" Verhalten zeigen können, wenn sie nur wollten, ohne verstanden zu haben, durch welche Rahmenbedingungen diese Reaktionen und Verhaltensweisen jeweils hervorgerufen werden.
Viele meiner Schülerinnen und Schüler machen schon früh Ablehnungserfahrungen, erhalten häufig korrigierendes Feedback, erleben eigene Gefühle als sehr intensiv, haben häufig Rückenschmerzen oder Bauchschmerzen, sind feinfühlig, geraten in Konflikte oder können eigene Potenziale nicht wie gewünscht entfalten.
Sie leiden unter dem Gefühl ,,anders" zu sein, wissen jedoch nicht, woher diese Herausforderungen rühren.



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